<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Liu He Ba Fa Blog &#187; Vita</title>
	<atom:link href="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/category/vita/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://liuhe-bafa.ma-blog.de</link>
	<description>Das Liu He Ba Fa Blog</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Sep 2010 05:06:31 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>&#220;ber den Autoren</title>
		<link>http://liuhe-bafa.ma-blog.de/2007/12/26/ueber-den-autoren/</link>
		<comments>http://liuhe-bafa.ma-blog.de/2007/12/26/ueber-den-autoren/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Dec 2007 09:34:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>liuhe-bafa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vita]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://liuhe-bafa.ma-blog.de/2007/12/26/ueber-den-autoren/</guid>
		<description><![CDATA[Friedhelm Tippner, Jahrgang &#8217;53, machte im Alter von 10 Jahren seine ersten Kampfkunst-Erfahrungen und wurde 6 Jahre sp&#228;ter von seinen ersten chinesischen Lehrern als Privatsch&#252;ler angenommen, als Ergebnis dieser gl&#252;cklichen Umst&#228;nde wechselte er vollst&#228;ndig zu den Neijia (Inneren Stilen). Seine Lehrer waren und sind: Shrfu Richard Hsiang und “Onkel” Anthony Hsiang &#8211; Baguazhang, Taijiquan und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2007/12/ab_vita.thumbnail.gif" alt="AB_Vita.gif" /></p>
<p><strong>Friedhelm Tippner,</strong> Jahrgang &#8217;53,  machte im Alter von 10 Jahren seine ersten Kampfkunst-Erfahrungen und wurde 6 Jahre sp&#228;ter von seinen ersten chinesischen Lehrern als Privatsch&#252;ler angenommen, als Ergebnis dieser gl&#252;cklichen Umst&#228;nde wechselte er vollst&#228;ndig zu den Neijia (Inneren Stilen).</p>
<p>Seine Lehrer waren und sind:<strong> Shrfu Richard Hsiang</strong> und <strong>“Onkel” Anthony Hsiang &#8211; Baguazhang, Taijiquan und Xingyiquan;</strong></p>
<p><strong>Helmut Barthel, </strong>der Begr&#252;nder des <strong>Tan Tien Tsch&#252;an -</strong> inspirierte ihn durch den &#252;ber mehrere Jahre andauernden Kontakt zum Konzept der <strong>“Aufwandslosen Bewegung”;</strong></p>
<p><strong>Dr. Eric Lee &#8211; Xinyi Liuhe Bafa (Wasserstilboxen)</strong> in der Linie Wu Yihui &#8211; Han Guishen &#8211; Lu Fenglin &#8211; Dr. Eric Lee &#8211; Friedhelm Tippner.</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus trainierte er aber auch noch bei vielen weiteren Meistern und verf&#252;gt heute &#252;ber mehr als 45 Jahre an praktischer Erfahrung im Lernen und Lehren sowie &#252;ber fundiertes Wissen und Fertigkeiten.</p>
<p>Als Produkt seiner fr&#252;heren T&#228;tigkeit als Freelancer wurden zahlreiche seiner Artikel in deutschen und europ&#228;ischen Kampfkunstmagazinen und -journalen ver&#246;ffentlicht.</p>
<p>Gr&#252;ndete 1985 die <strong><a href="http://www.yingmen-schule.de">Ying Men Schule Neuss e.V.</a></strong> und leitet seitdem dort das Training; gibt regelm&#228;&#223;ig Wochenend-Seminare im Inland sowie gelegentlich im Ausland. Seit 2006 hauptberuflich als Kampfkunst-Lehrer t&#228;tig unterrichtet er neben <strong>Baguazhang</strong> und <strong>Taijiquan</strong> (nur noch als Privatunterricht/Seminar m&#246;glich) das von ihm &#252;ber Jahre entwickelte Konzept der <strong>&#8220;Aufwandslosen Bewegung&#8221;</strong> (&#252;berwiegend auf Wochenend-Seminaren) sowie regelm&#228;&#223;ig <strong>Xingyiquan</strong> und das von ihm<strong> hochgesch&#228;tzte Xinyi Liuhe Bafa.</strong></p>
<p><em>Das folgende <strong>Interview</strong> mit dem Autoren wurde von <strong>Karl-Heinz Klug,</strong> Herausgeber des leider mittlerweile eingestellten <strong>Kampfkunst eZine,</strong> im Februar 2009 gef&#252;hrt und geringf&#252;gig aktualisiert.</em></p>
<p><strong>Karl-Heinz Klug (KHK):</strong> Was war Deine erste Ber&#252;hrung mit den Kampfk&#252;nsten?</p>
<p><strong>Friedhelm Tippner (FT):</strong> Mit 10 Jahren trat ich dem &#246;rtlichen Judo-Verein bei und wechselte dann in den folgenden Jahren vom Judo &#252;ber Jiu Jitsu zum Goju Ryu- und Shotokan-Karate. Judo war f&#252;r mich ein sch&#246;ner Sport, aber f&#252;llte mich schon damals nicht richtig aus; Jiu Jitsu gefiel mir schon besser, aber es war auch noch nicht wirklich das &#8220;Richtige&#8221;. Erst beim Karate f&#252;hlte ich mich schon besser aufgehoben, aber dies &#228;nderte sich schlie&#223;lich auch.</p>
<p><strong>KHK:</strong> Wie bist Du zu den sogenannten &#8220;inneren Kampfk&#252;nsten&#8221; gekommen und wer waren Deine ersten Lehrer?</p>
<p><strong>FT:</strong> Zufall, Schicksal &#8211; wer wei&#223;? Als ich 16 war, traf ich bei einem Stadtbummel einen ehemaligen Karate-Mitsch&#252;ler, der umst&#228;ndehalber den Verein verlie&#223;, weil seine Familie in eine andere Gegend umziehen mu&#223;te. Und der erz&#228;hlte mir ganz begeistert vom &#8220;Kung Fu&#8221;, da&#223; er nun dort trainieren w&#252;rde.</p>
<p>Zu dieser Zeit hatte ich mir schon, soweit es mein Taschengeld und meine M&#246;glichkeiten zulie&#223;en, einerseits durch B&#252;cher und Zeitschriften theoretisches und durch Probetrainings und zus&#228;tzlichen regelm&#228;&#223;igen Unterricht in anderen Schulen verschiedener japanischer und koreanische Stile praktisches Wissen angeeignet. Kung Fu, geschweige denn Neijias, kannte ich also aus der Praxis noch nicht und so nahm ich daher neugierig die Einladung besagten Mitsch&#252;lers, zum Training mitzukommen, an.</p>
<p>Um die nun folgende lange Geschichte kurz zu machen, als Ergebnis dieses Besuchs begegnete ich eine Weile sp&#228;ter meinen ersten &#8220;richtigen&#8221; Meistern &#8211; Shrfu Richard Hsiang und &#8220;Onkel&#8221; Tony (Anthony) Hsiang (ich bringe es aus nostalgischen Gr&#252;nden einfach nicht fertig, die Namen in Pinyin, m&#252;&#223;te dann wohl Xiang hei&#223;en, zu schreiben) und erlernte &#252;ber einen sehr langen Zeitraum von den beiden Br&#252;dern neben dem eigentlichen Familienstil, dem Hsiang Chia, auch Baguazhang, Xingyiquan und Taijiquan.</p>
<p><strong>KHK:</strong> Was sch&#228;tzt Du an den inneren Kampfk&#252;nsten besonders?</p>
<p><strong>FT:</strong> Das sie nicht nur k&#246;rperlich/bewegungstechnisch anspruchsvoll sind, sondern auch Wege darstellen (k&#246;nnen), um sich geistig/weltanschaulich zu entwickeln. Au&#223;erdem bleiben sie meiner Meinung nach immer &#8220;frisch&#8221;, herausfordernd und, egal wie weit man darin vorangekommen ist, sie sind &#8220;endlos&#8221;. Ich bin jetzt 55 <em>(z.Zt. des Interviews in 2009)</em> und mir wird meine eigene Endlichkeit immer mehr bewu&#223;t, von daher reizen mich Besch&#228;ftigungen, die ebenfalls endlich sind, nicht mehr besonders; auch ist mein Interesse am K&#228;mpfen mittlerweile sehr &#252;berschaubar geworden. In den Neijias, insbesondere im Liuhe Bafa, finde ich (m)eine Methode der Kultivierung all jener Ziele &#8211; und noch viel mehr.</p>
<p><strong>KHK:</strong> Du hast ja einige der bisher ge&#252;bten Kampfk&#252;nste zugunsten von Liuhe Bafa aufgegeben. Wie kam es dazu?</p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-627" title="eZine_ITV_2" src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2007/12/eZine_ITV_2-150x150.gif" alt="eZine_ITV_2" width="150" height="150" /></p>
<p><strong>FT:</strong> Ja, das ist richtig. Es war sowohl ein Zeitproblem (welche Stile unterrichte ich &#246;ffentlich?) als auch ein pers&#246;nlicher Interessenskonflikt (welche Stile &#252;be ich f&#252;r mich selbst weiter?). Ich mu&#223;te eine Entscheidung f&#228;llen, die mir gewi&#223; nicht leichtgefallen ist; ich habe sehr, sehr lange dar&#252;ber nachgedacht und, mag es auch kitschig klingen, mit schwerem Herzen einige der vorher ausge&#252;bten Stile losgelassen.</p>
<p>Als ich dann meinen vertrautesten Sch&#252;lerInnen von meinem Entschlu&#223; erz&#228;hlte, l&#246;ste ich damit nat&#252;rlich zun&#228;chst heftige Reaktionen aus. Aber sie waren bereit, mir zu vertrauen und sich mit mir auch auf dieses Abenteuer einzulassen und, seltsam genug, als sie selber damit anfingen, sprang der Funke sofort &#252;ber. Ich glaube, ich nehme den Mund nicht zu voll, wenn ich jetzt behaupte, da&#223; sie mittlerweile meine Wertsch&#228;tzung des Liuhe Bafa teilen.</p>
<p><strong>KHK:</strong> Wo siehst Du die Vorteile in diesem seltenen IMA Stil?</p>
<p><strong>FT:</strong> Nun, abgesehen von meinem weiter oben aufgef&#252;hrten, im Zusammenhang mit den Neijias eher allgemein gehalten Standpunkt, sehe ich im Liuhe Bafa zus&#228;tzlich f&#252;r mich DEN K&#246;nigsweg der inneren Stile. Dies entbehrt nicht einer gewissen Ironie, da ich anf&#228;nglich, als ich es kennenlernte, mich zun&#228;chst dagegen str&#228;ubte im Sinne von &#8220;Och n&#246;&#246;, nicht noch ein System und obendrein noch eines mit so einer elend langen und hochkomplexen Handform&#8221;. Aber schon nach wenigen Bewegungen war ich fasziniert, begeistert, dem Liuhe Bafa verfallen. Ich bemerkte ein in dieser Eindringlichkeit bisher noch nie da gewesenes Gef&#252;hl des Stimmigen, da&#223; ich nicht rational erkl&#228;ren kann &#8211; und auch nicht will. Und bitte sehr, damit es keine Mi&#223;verst&#228;ndnisse gibt &#8211; ich hatte bis dato schon viele seltsame Dinge erlebt, gesehen und selber mitgemacht; soll hei&#223;en, ich war kein unerfahrener und unkritischer Anf&#228;nger mehr, der bei etwas Neuem gleich in enthusiastische Extase verf&#228;llt.</p>
<p>Was Deine Frage nach den Vorteilen betrifft &#8211; f&#252;r mich liegen sie darin, da&#223; Liuhe Bafa von der physischen Inanspruchnahme her allumfassender und tiefgreifender ist, als ich es von meinen bisher ausge&#252;bten Stilen kannte; dazu kommt, da&#223; &#8220;Verlust&#8221; der aufgegebenen Stile durch Liuhe Bafa mehr als nur kompensiert wird.</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus fasziniert mich die absolut im Vordergrund stehende Schulung der Achtsamkeit und die Kultivierung des Yi (welches ich um der schnellen Rede willen hier mit &#8220;Absicht&#8221; gleichsetze), die meiner subjektiven Einsch&#228;tzung und Erfahrung nach zu Bereicherungen der geistigen Entwicklung f&#252;hrt. Und nicht zuletzt deckt Liuhe Bafa als innere Kampfkunst alle Distanzen ab und bietet eine F&#252;lle an Prinzipien und Techniken.</p>
<p><strong>KHK:</strong> Kannst Du bitte etwas &#252;ber die von Dir entwickelte Methode der <em>&#8220;Aufwandslosen Bewegung&#8221;</em> erz&#228;hlen, wie bist Du auf diese Idee gekommen?</p>
<p><strong>FT:</strong> Nun, ich begegnete 1983, wiederum durch gl&#252;ckliche Umst&#228;nde, Helmut Barthel, dem Begr&#252;nder des Tan Tien Tsch&#252;an. Es entstand ein &#252;ber mehrere Jahre andauernder Kontakt, in dessen Folge ich u.a. die Grundlagen des TTT kennenlernte &#8211; dies inspirierte mich sp&#228;ter zur Entwicklung meiner Methode. Daher z&#228;hle ich Helmut Barthel ebenfalls zu meinen Lehrern, ohne seinen Input w&#252;rde es h&#246;chstwahrscheinlich keine <em>&#8220;Aufwandslose Bewegung&#8221;</em> geben.</p>
<p><strong>KHK:</strong> Ist die <em>&#8220;Aufwandslosen Bewegung&#8221;</em> eine selbstst&#228;ndige Kampfkunst oder l&#228;sst sich diese Methode in andere Kampfk&#252;nste integrieren?</p>
<p><strong>FT:</strong> Da es sich dabei um eine grundlegene Methode handelt, die am Wesen von Bewegung ansetzt und nicht um einen Stil oder um eine definierte Kampfkunst, kann man nahezu jedwede beliebige Bewegungssituation, z.B. eine allt&#228;gliche wie ohne Hilfsmittel den festsitzenden Deckel eines Marmeladenglases &#246;ffnen, etwas Schweres heben und transportieren, sich m&#252;helos aus einem tiefen Sessel erheben, ohne Anstrengung einen Nagel in die Wand einschlagen oder ein Brett durchs&#228;gen, erm&#252;dungsfrei stundenlang gehen und stehen usw., zugrunde legen und die Prinzipien der <em>&#8220;Aufwandslosen Bewegung&#8221;</em> darauf &#252;bertragen. Das hei&#223;t also, da&#223; die<em> AB</em> auch f&#252;r den Therapie-/Reha-Bereich geeignet ist sowie f&#252;r &#228;ltere Menschen, deren allgemeine k&#246;rperliche Kraft nachl&#228;&#223;t oder zur Schulung der Trittsicherheit bzw. zur Sturzpr&#228;vention.</p>
<p>Praktisch jedoch unterrichte ich die <em>AB</em> auf meinen Seminaren und Workshops derzeit ausschlie&#223;lich &#252;ber die Kampfk&#252;nste als Medium und unter den o.a. Aspekten l&#228;&#223;t sie sich nahtlos mit jedem mir bisher bekannten Stil verschmelzen.</p>
<p><strong>KHK:</strong> Ist es aufwendig diese Methode zu erlernen? Gibt es komplizierte Bewegungen?</p>
<p><strong>FT:</strong> Weder &#8211; noch. Die eigentliche Schwierigkeit, wenn man das &#252;berhaupt so sagen darf, liegt eher darin, daf&#252;r zun&#228;chst einmal &#8220;open minded&#8221; zu sein, weil viele Kernaussagen/-prinzipien der <em>AB</em> den etablierten Ansichten und Meinungen widersprechen. Dann gilt es, die bekannten Bewegungsmuster zugunsten des <em>AB-Konzepts</em> aufzugeben und dies konsequent umzusetzen. Zwar hat auch hier der Spruch &#8220;das Bessere ist des Guten Feind&#8221; seine Berechtigung. Das soll hei&#223;en, hat der K&#246;rper erst einmal &#8220;verstanden&#8221;, da&#223; er mit weniger Aufwand mehr Wirkung erzielen kann, &#8220;mag&#8221; er nicht mehr auf die fr&#252;heren m&#252;hseligeren Muster zur&#252;ckgreifen. Aber wir alle wissen, wie schwierig es ist, &#8220;liebgewordene&#8221; Gewohnheiten aufzugeben &#8230; Es ist also somit immer auch eine Frage der pers&#246;nlichen Aufmerksamkeitsbereitschaft bzw. der Interessenslage, inwieweit sich jemand darin engagiert.</p>
<p><strong>KHK:</strong> Behandelst Du in Deinem Unterricht auch die k&#228;mpferischen Aspekte der inneren Kampfk&#252;nste?</p>
<p><strong><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-628" title="eZine_ITV_1" src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2007/12/eZine_ITV_1-150x150.gif" alt="eZine_ITV_1" width="150" height="150" />FT:</strong> Jein. Ich stelle es meinen Sch&#252;lerInnen anheim, sich (auch) f&#252;r die k&#228;mpferische Umsetzung bzw. die Selbstverteidigungsaspekte des jeweils ausge&#252;bten Stils zu entscheiden, daher ist die Gewichtung dieses speziellen Bereichs abh&#228;ngig von der jeweiligen Unterrichtsgruppe. Ich &#252;be da keinen Druck aus, obgleich ich immer wieder darauf hinweise, da&#223; wir KAMPFkunst betreiben. Jedoch ist es nach meiner praktischen Erfahrung so, da&#223; ca. drei Viertel meiner Sch&#252;lerInnen gar kein bis allenfalls geringes Interesse am K&#228;mpfen haben, was f&#252;r mich auch vollkommen in Ordnung ist; wie gesagt, die Leute entscheiden selbst, was sie m&#246;chten.</p>
<p>Da man aber meiner Ansicht nach eine innere Kampfkunst, selbst dann, wenn man zwar kein Interesse am Kampf hat, aber beispielsweise von den gesundheitsf&#246;rdernden Aspekten profitieren m&#246;chte, nicht im &#8220;luftleeren Raum&#8221; aus&#252;ben sollte, also um ihre Prinzipien in G&#228;nze richtig zu lernen bzw. das Erlernte zu &#252;berpr&#252;fen, sind Partner&#252;bungen unumg&#228;nglich. Ich versuche dann &#8211; je nach dem &#8211; einen mehr oder weniger spielerischen oder realit&#228;tsbezogenen Angang zu finden. Dar&#252;ber hinaus steht, ganz besonders im letzteren Fall, f&#252;r mich immer die Basis an allererster Stelle, d.h., vor dem freien K&#228;mpfen sollte man die jeweiligen Stilprinzipien wenigstens grundlegend beherrschen und so baue ich auch meinen Unterricht auf.</p>
<p><strong>KHK:</strong> Welche Rolle spielt Qigong bzw. Neigong in Deinem Unterricht?</p>
<p><strong>FT:</strong> Ich halte Qigong/Neigong &#8211; gerade in den Neijias &#8211; f&#252;r einen unverzichtbaren Bestandteil. Der Haken an der Sache ist nur, da&#223; es relativ zeitaufwendig ist, also einen nicht unerheblichen Teil der Unterrichtseinheit beansprucht. Au&#223;erdem mu&#223;te ich die traurige Erfahrung machen, da&#223; zwar sehr viele Sch&#252;lerInnen den Wunsch &#228;u&#223;ern es zu erlernen, aber nur die wenigsten davon es dann auch regelm&#228;&#223;ig zuhause praktizieren. Und gerade beim Qigong/Neigong hei&#223;t das Zauberwort &#8220;Regelm&#228;&#223;igkeit&#8221; &#8211; lieber t&#228;glich, meinetwegen nur f&#252;r 10 Minuten, an 7 Tagen der Woche &#252;ben als nur einmal pro Woche im Unterricht, dies bringt n&#228;mlich so gut wie nichts. Dazu kommt, da&#223; ich damit jedesmal mehr oder weniger von vorne anfangen mu&#223;, da die Leute, eben weil sie nicht &#252;ben, von Woche zu Woche zu viel vergessen, was f&#252;r mich nat&#252;rlich auch nicht gerade angenehm ist.</p>
<p>Um dieser Gesamtsituation angemessen begegnen zu k&#246;nnen, unterrichte/korrigiere ich systembezogenes Qigong/Neigong w&#228;hrend des Trainings nur an ernsthafte InteressentInnen.</p>
<p><strong>KHK:</strong> Du warst vor einigen Tagen als Referent beim <strong><a href="http://www.push-hands.de/">9. Internationalen Push Hands Treffen</a></strong> in Hannover t&#228;tig. Wie waren Deine Eindr&#252;cke?</p>
<p><strong>FT:</strong> In einem Wort? Obersuper! Ich kann dieses Treffen, das allj&#228;hrlich stattfindet, jedem ambitionierten Neijialer, unabh&#228;ngig vom Stil, nur w&#228;rmstens empfehlen. Man kann vormittags von hochkar&#228;tigen Taijiquan-/Neijia-LehrerInnen unglaublich viel und abwechslungsreich lernen und nachmittags &#8211; den eigenen Tuishou-Fertigkeiten angemessen und nat&#252;rlich freiwillig &#8211; mit -zig Leuten pushen, bis der Notarzt kommt.</p>
<p>Pers&#246;nlich lernte ich viele nette, anregende Menschen kennen und traf auch gute &#8220;alte&#8221; Bekannte wieder; es gab f&#252;r mich eine Menge neues spannendes Material und Denkanst&#246;&#223;e &#8211; theoretisch wie, wen wundert&#8217;s bei einem Push Hands-Treffen, auch im w&#246;rtlichen Sinne &#8230;</p>
<p>Und nicht zuletzt hatte ich die Ehre und die Freude, dort auch selber zu unterrichten und den interessierten TeilnehmerInnen Liuhe Bafa vorstellen zu d&#252;rfen.</p>
<p><strong>KHK:</strong> Was sind Deine Pl&#228;ne f&#252;r die Zukunft?</p>
<p><strong>FT:</strong> Mittelfristig bereite ich mich auf das Liuhe Bafa-Intensivseminar zu Pfingsten vor, das nun zum dritten Mal stattfindet, l&#228;ngerfristig auf den<strong> <a href="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/category/4u-urlaub-unterricht-und-unterhaltung/">2. Ihlower Trialog &#8211; &#8220;Urlaub, Qi und Innere K&#252;nste&#8221;,</a></strong> den ich als Organisator im August d.J. mit meinen nicht ganz unbekannten Co-Referenten <strong><a href="http://www.individual-combat-system.de/">Christian von Praun</a></strong> und <strong><a href="http://www.matsunkuen.com/MTK_Home/Start_Page.html">Giles Rosbander</a></strong> abhalten werde.</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus m&#246;chte ich nat&#252;rlich auch zuk&#252;nftig Liuhe Bafa praktizieren und lehren, um meine M&#246;glichkeiten und Fertigkeiten zu vertiefen und es durch Unterricht, Seminare bzw. &#252;ber dieses Blog weiter zu verbreiten und au&#223;erdem, um neue Erkenntnisse f&#252;r meine Methode der &#8220;Aufwandslosen Bewegung&#8221; zu gewinnen sowie das Wesen von Bewegung tiefer erforschen.</p>
<p><strong>KHK:</strong> Herzlichen Dank f&#252;r das Interview.</p>
<p><strong>FT:</strong> Gerne, es war mir ein Vergn&#252;gen!</p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Privatunterricht</strong> und <strong>Ausbildungen</strong> auf Anfrage &#8211; oder haben Sie Interesse an einem <strong>Seminar in Ihrer Umgebung?</strong> Mailen Sie mich einfach an! <script type="text/javascript"><!--
	sto_dom='go4more.de'
	sto_user='centermove'
	document.write('<a   href="mailto:' + sto_user + '@' +sto_dom + '" >'+ sto_user + '@' +sto_dom +'<' + '/a>')
//--></script><noscript>no-spam-thanks@localhost</noscript></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://liuhe-bafa.ma-blog.de/2007/12/26/ueber-den-autoren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
