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	<title>Liu He Ba Fa Blog &#187; Interviews</title>
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	<description>Das Liu He Ba Fa Blog</description>
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		<title>Ein Interview mit dem Taijiquan-Lehrer Dan Docherty</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 16:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>liuhe-bafa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[W&#228;hrend meines Aufenthalts in Hannover anl&#228;&#223;lich des 9. Internationalen Push Hands-Treffen vom 14. bis 22. Februar 2009 hatte ich Gelegenheit, mich mit Dan Docherty zu unterhalten und ihn zu seiner ganz pers&#246;nlichen Sicht der Entwicklung des Taijiquans in Europa, ausgehend von den fr&#252;hen Anf&#228;ngen bis zum heutigen Tage, zu befragen. Der geb&#252;rtige Schotte, der nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_310" class="wp-caption alignleft" style="width: 146px"><img class="size-medium wp-image-310" src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2009/04/dan_docherty-136x300.gif" alt="Dan Docherty in Hannover" width="136" height="300" /><p class="wp-caption-text">Dan Docherty in Hannover</p></div>
<p>W&#228;hrend meines Aufenthalts in Hannover anl&#228;&#223;lich des <strong>9. Internationalen Push Hands-Treffen</strong> vom 14. bis 22. Februar 2009 hatte ich Gelegenheit, mich mit <strong><a href="http://www.taichichuan.co.uk/information/wudang_tai_chi.html">Dan Docherty</a></strong> zu unterhalten und ihn zu seiner ganz pers&#246;nlichen Sicht der Entwicklung des Taijiquans in Europa, ausgehend von den fr&#252;hen Anf&#228;ngen bis zum heutigen Tage, zu befragen. Der geb&#252;rtige Schotte, der nicht nur in Gro&#223;britannien als Taijiquan-Lehrer der &#8220;alten Schule&#8221; bekannt ist, lebt und unterrichtet heute in London, gibt aber auch Seminare etc. in anderen L&#228;ndern.</p>
<p>Ich pers&#246;nlich sch&#228;tze Dan sehr. Er ist in meinen Augen nicht nur ein sehr kompetenter Lehrer, der nebenbei gesagt auch die k&#228;mpferischen Aspekte des Taijiquan beherrscht bzw. vermitteln kann, er ist auch jemand, der auf Fragen ehrliche, klare Antworten gibt, die nicht immer mit dem Mainstream &#252;bereinstimmen und der mit seinem Wirken und seinen Ansichten nicht nur die europ&#228;ische Taiji-Szene gelegentlich polarisiert.</p>
<p>***</p>
<p><em>Friedhelm Tippner:</em> Dan, kannst Du uns bitte die Entwicklung des Taijiquan in Europa, so wie Du sie erlebt hast und siehst, schildern?</p>
<p><strong>Dan Docherty:</strong> Wenn wir zu den Taiji-Anf&#228;ngen in den 60er und 70er Jahren zur&#252;ckblicken &#8211; eigentlich war es mehr in den 70ern, als die Menschen begannen sich f&#252;r Taijiquan zu interessieren &#8211; da waren Chinas Grenzen verschlossen. Man konnte nicht in so einfach in China lernen, es war eine schwierige Sache, es sei denn, du hattest Beziehungen zum Diplomatischen Corps. In England gab es z.B. Gerda Geddes <em>(1)</em>, ihr Ehemann war Diplomat und sie erlernte Taijiquan in Shanghai in den 1950ern, aber das war schon sehr au&#223;ergew&#246;hnlich.</p>
<p>Es war eher so, da&#223; die Briten die L&#228;nder des alten Empires aufsuchten, sie reisten nach Malaysia, Singapur oder wie ich nach Hongkong; andere gingen nach Taiwan um dort Taijiquan zu lernen.</p>
<p>Da gab es welche mit Kampfkunsthintergrund aus dem Karate oder anderen Stilen, die wahrscheinlich mehr an den k&#228;mpferischen Aspekten des Taijiquan interessiert waren. Andererseits gab es Menschen, die z.B. T&#228;nzer waren wie die bemerkenswerte Gerda Geddes und die mehr Gewicht auf die Bewegungen legten; die gesundheitlichen Vorteile des Taijiquan waren damals noch nicht so sehr bekannt.</p>
<p>1976 f&#252;hrte die Hongkonger Verwaltung ein Taijiquan-Unterrichtsprogramm in den Wohnbl&#246;cken und -siedlungen ein, das sehr beliebt wurde; es war zum Teil sicher auch so etwas wie Social Engineering. Die Menschen freundeten sich mit ihren Nachbarn an, mit Leuten aus dem selben Block; es war eine soziale Aktion, aber gesamt betrachtet f&#246;rderte es auch die Gesundheit der Teilnehmer. Das war, soweit ich ich wei&#223;, das gr&#246;&#223;te Taijiquan-Gesundheitsprogramm, ich h&#228;tte gerne daran teilgenommen.</p>
<p>Das war die Anfangssituation des Taijiquan, die sehr verschieden war zur zweiten Welle, als die Leute wieder nach China einreisen konnten und mit Taijiquan zur&#252;ckkamen. Es etablierten sich daraufhin zwei Sichtweisen &#8211; n&#228;mlich, da&#223; die Lehrer, die auf Taiwan, in Malaysia, Singapur, Hongkong lebten, mehr den &#8220;real stuff&#8221; unterrichten w&#252;rden, da sie nicht die politischen Verwicklungen mit der kommunistischen Regierung zu f&#252;rchten hatten; dagegen waren die Lehrer im Mutterland isoliert. Die andere Ansichtssache war, da&#223; die Lehrer der ber&#252;hmten Taiji-Familien in China mehr auf traditionelle Weise unterrichteten und ihr Wissen nicht mit Au&#223;enseitern austauschen wollten. Aber letztendlich gab es nur zwei Arten von Taijiquan, gutes und schlechtes, und das wars.</p>
<p>Eines der Dinge, die mich, als ich in die europ&#228;ischen Taiji-Szene einstieg, befremdeten, war der Stellenwert des Push Hands. Als ich in Hongkong selber noch lernte und trainierte bzw. in meinem eigenen Unterricht ist Push Hands nur ein Teil des Curriculums, also nichts besonderes. Es ist nichts weiter als mit jemandem harmonisch auf kurze Distanz zu arbeiten, das ist alles, und nicht diese -zig Methoden von Push Hands: Wettkampf-Push Hands, &#8220;Kampf&#8221;-Push Hands, sogar so etwas wie ein Qigong-Push Hands wurde entwickelt.</p>
<p>Als ich zum ersten Mal beim Push Hands in Europa mitmachte galt ich als Verr&#252;ckter, denn ich schob, stie&#223; und warf, so, wie ich es in Hongkong gelernt hatte. Erst sp&#228;ter realisierte ich, da&#223; das die Leute schockierte, also h&#246;rte ich damit auf. Ich meine, da&#223; sehr viele Menschen sehr unrealistische Vorstellungen vom Taijiquan haben. Bei den Chinesen gibt es ein Konzept namens Jibengong, das &#8220;Gong&#8221; ist das selbe wie in Qigong oder Gongfu, und das bedeutet einfach Basistraining. Du wiederholst bestimmte &#220;bungen wieder und wieder und wieder, hunderte oder sogar tausende mal.</p>
<p><em>Friedhelm Tippner:</em> So wie wir es gestern in Deinem Seminar machten?</p>
<p><strong>Dan Docherty:</strong> Ja genau, aber die meisten Taijiler m&#246;gen diese Form des Trainings nicht. Ich glaube auch, das sie deshalb bestimmt Prinzipien nicht verstehen bzw. wie diese angewandt werden sollen; wie z.B. diese Geschichte von den 4 Gramm, mit denen man 1000 Kilo &#252;berwindet. Und wir sprechen hier nicht &#252;ber den Angriff, wir sprechen &#252;ber das Abwehren. Also, um das anbringen zu k&#246;nnen, mu&#223;t du Schrittarbeit einsetzen, Dein K&#246;rper mu&#223; ausweichen und nachgeben, aber der Gro&#223;teil der Taijiler trainiert diese Dinge nicht, sie bevorzugen das Formenlaufen. Die Techniken kommen jedoch nicht aus der Form, die Form entstand aus den Techniken und der Schrittarbeit &#8211; du mu&#223;t unbedingt die Schrittarbeit einbeziehen &#8211; deshalb halte ich die Ansichten dieser Personen f&#252;r unrealistisch.</p>
<p>Es ist so, da&#223; viele Taijiquan auch f&#252;r eine Art von Qigong oder so etwas wie Meditation halten, was an sich nicht ganz falsch ist, aber sie wollen nicht diese Menge verschiedener Bewegungen lernen, es ist mental und physisch zu erm&#252;dend und sie erwarten, da&#223; Taijiquan etwas ist, das man leicht erlernen kann, da&#223; es sanft und meditativ und &#228;hnlich wie Qigong ist.</p>
<p>Wirklich, wenn man ihnen nur noch einzelne Bewegungen beibringt, ist das f&#252;r sie in Ordnung, das ist eine Art von Bequemlichkeit &#8211; und heutzutage, das sind Entwicklungen, wie sie in Fernost geschehen &#8211; machen sie jetzt so etwas wie &#8220;Fastfood-Taijiquan&#8221;, also Kurzformen; es ist mittlerweile soweit gekommen, da&#223; sie eine Chen-Stil Kurzform mit nur 8 Bewegungen unterrichten, 8 Bewegungen!</p>
<p><em>Friedhelm Tippner:</em> 8 Bewegungen?</p>
<p><strong>Dan Docherty:</strong> Ja, nur 8 Bewegungen, 8 Techniken, und das ist genau das was die meisten Leute w&#252;nschen, langsame Dinge, vielleicht wegen des Tempos der heutigen Zeit; die Menschen mu&#223;ten noch vor ein paar Jahren physisch h&#228;rter arbeiten, doch heute arbeiten sie &#252;berwiegend in sitzender Position, fahren ihre Autos, im B&#252;ro arbeiten sie mit dem Computer, spielen Videospiele und all das Zeug und bewegen sich kaum noch ausgiebig, weil keine Notwendigkeit dazu mehr besteht. Deshalb ist die k&#246;rperliche Belastbarkeit gegenw&#228;rtig wesentlich geringer geworden als vor 10 Jahren.</p>
<p>Leute, die nur am Computer 8 Stunden am Tag im Internet arbeiten, kommen dann nach Hause und setzen sich wieder vor den Computer &#8211; ihre K&#246;rper sind nicht trainiert, das ist ihre Art und Weise wie sie leben, sie machen jede Art von Training &#8211; ich benutze den Begriff &#8220;Training&#8221; &#8211; sehr weich, sie k&#246;nnen es sonst nicht durchhalten &#8230;</p>
<p><em>Friedhelm Tippner:</em> Okay &#8230;</p>
<p><strong>Dan Docherty:</strong> Heute haben wir eine Welt des heterodoxen und synkretistischen Taijiquan, die Leute &#252;ben eine Menge verschiedener Dinge. Ich sprach mit einem Freund von mir, Luigi Zanini aus Italien, ein Bagua-Stilist &#8211; wir waren als Kampfrichter auf einer europ&#228;ischen Meisterschaft in Schweden letztes Jahr &#8211; &#252;ber einen bestimmten Teilnehmer aus Russland, der in der Bagua-Sektion startete. Luigi sagte, ich stimme mit Dir &#252;berein, sein Bagua ist gut, aber er benutzt das Fajin aus dem Chen-Stil Taijiquan. Das passiert, wenn die Leute nicht wissen, wie sie wirklich damit umgehen sollen, sie k&#246;nnen sehr gute Kampfsportler sein, aber sie machen keinen &#8220;reinen&#8221; Stil, sie mischen verschiedene Stile einfach zusammen. Es kommt sehr h&#228;ufig vor, da&#223; die Leute nicht wissen, was woher stammt.</p>
<p>Nat&#252;rlich haben sich die verschiedenen Kampfkunststile in gewisser Weise gegenseitig beeinflu&#223;t, im Baguazhang, Xingyiquan und im Taijiquan gibt es beispielsweise &#196;hnlichkeiten in der Terminologie. Ich fragte einst Cornelia Grubers Lehrerin, Bow Sim Mark, nach dem Unterschied zwischen Taijiquan und Baguazhang. Sie sagte, es ist unsere Schrittarbeit, wir haben Bai Bu, Kou Bu und ich antwortete, da&#223; es die im Taijiquan auch gibt, die gleichen Schritte, wir benutzen nur andere Bezeichnungen. Frag&#8217; wen du willst &#8211; nat&#252;rlich geht man im Bagua im Kreis, aber auch im Taijiquan geht man mitunter in Kreisb&#246;gen.</p>
<p>Unterm Strich ist das Problem, da&#223; die Leute immer weniger und weniger tun, sie machen Kurz-Kurzformen, sie haben zu wenig Zeit; sie behaupten zwar, da&#223; sie alle Taijiquan ernsthaft und gut aus&#252;ben, aber die Anzahl derer, die wirklich gutes Taijiquan machen, wird immer geringer.</p>
<p><em>Friedhelm Tippner:</em> Dan, was sind Deine Ziele in der n&#228;chsten Zeit?</p>
<p><strong>Dan Docherty:</strong> Was mich sehr interessiert ist, den Symbolgehalt der chinesischen Namensgebungen der Formbilder f&#252;r uns Westler zu decodieren.</p>
<p><em>Friedhelm Tippner:</em> Du f&#252;hrst also die Namen der Bewegungen auf den Ursprung zur&#252;ck?</p>
<p><strong>Dan Docherty:</strong> Es gibt im Taijiquan in den Bezeichnungen der Bilder der Form eine Menge Symbolismus, beispielsweise &#8220;step back to beat the tiger&#8221;, das aus einem Kapitel des Buches &#8220;Water Margin&#8221; stammt <em>(2)</em> und ich arbeite daran, diese Symbole zu entschl&#252;sseln bzw. schreibe ein Buch dar&#252;ber <em>(3)</em>; sogar viele Chinesen sind sich sich dieser Dinge nicht bewu&#223;t und das ist es, was ich gerne weitermachen m&#246;chte.</p>
<p><em>Friedhelm Tippner:</em> Meiner Ansicht nach eine sehr interessante Aufgabe. Dan, hab&#8217; vielen Dank f&#252;r dieses Interview!</p>
<p>***</p>
<p><em>(1) Gerda Geddes war eine der englischen Taiji-Wegbereiterinnen, ein Interview mit ihr (in englischer Sprache) ist <a href="http://www.chirontaichi.co.uk/articles/gerda_geddes.php">hier</a> zu finden.</em></p>
<p><em>(2) &#8220;Water Margin&#8221; k&#246;nnte man mit &#8220;Wassergrenze, -saum, -rand&#8221; oder vielleicht auch mit &#8220;Wasserscheide&#8221; &#252;bersetzen und ist eine der 4 gro&#223;en Novellen der klassischen chinesischen Literatur, bei uns vielleicht besser bekannt als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Rebellen_vom_Liang_Shan_Po">&#8220;Die Rebellen von Liang Shan Po&#8221;</a> (genauer: &#8220;Die R&#228;uber vom Moor am Berg Liang&#8221;), obgleich dies nur ein Teil des Gesamtwerkes ist.</em></p>
<p><em>(3) Dans Buch ist mittlerweile fast fertig und ich werde es nach Erscheinen in meinem Liuhe Bafa-Blog rezensieren; man kann es jetzt schon <a href="http://www.amazon.co.uk/Tai-Chi-Chuan-Decoding-Classics/dp/1847970842/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1237223584&amp;sr=1-1">hier</a> vorbestellen.<br />
</em></p>
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		<title>Gespr&#228;ch mit dem amerikanischen Liuhe Bafa- und Taijiquan-Meister Nathan Menaged</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 21:07:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>liuhe-bafa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Anmerkung: Mit gro&#223;em Bedauern mu&#223; ich eingestehen, da&#223; ich viel zu sp&#228;t entdeckte, da&#223; das Aufnahmeger&#228;t &#252;ber einen Defekt verf&#252;gt &#8211; dadurch wurde die bisherige Niederschrift bzw. die &#220;bersetzung zu einer extrem langwierigen, fast &#8220;Wort-f&#252;r-Wort&#8221;-Aktion, die immer noch nicht abgeschlossen ist, weil die mir daf&#252;r zur Verf&#252;gung stehenden Freir&#228;ume leider streng limitiert sind und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Anmerkung: Mit gro&#223;em Bedauern mu&#223; ich eingestehen, da&#223; ich viel zu sp&#228;t entdeckte, da&#223; das Aufnahmeger&#228;t &#252;ber einen Defekt verf&#252;gt &#8211; dadurch wurde die bisherige Niederschrift bzw. die &#220;bersetzung zu einer extrem langwierigen, fast &#8220;Wort-f&#252;r-Wort&#8221;-Aktion, die immer noch nicht abgeschlossen ist, weil die mir daf&#252;r zur Verf&#252;gung stehenden Freir&#228;ume leider streng limitiert sind und ich noch zahlreiche andere Verpflichtungen habe.</em></p>
<p><em>Dar&#252;ber hinaus wurden Abschnitte des Interviews in einem Stra&#223;encafé gef&#252;hrt; leider erwies sich beim Abh&#246;ren der Aufzeichnung, da&#223; der laute Stra&#223;en- und Verkehrsl&#228;rm einige Passagen nahezu unverst&#228;ndlich machte. Ich habe diese Teile nach bestem Wissen und Gewissen aus dem Ged&#228;chtnis &#8220;rekonstruiert&#8221;. Des Weiteren habe ich das gesamte Gespr&#228;ch gestrafft und in eine, wie ich hoffe, gut lesbare Form gebracht.</em></p>
<p><em>Ich habe mich nunmehr entschlossen, wenigstens den bisher fertiggestellten Teil des Interviews schon vorab zu ver&#246;ffentlichen; der Rest wird sukzessive nachgeliefert.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><a href="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2008/08/portrait_nathan_menaged.gif" title="Portrait_Nathan_Menaged.gif"><img src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2008/08/portrait_nathan_menaged.gif" alt="Portrait_Nathan_Menaged.gif" /></a>Angelegentlich eines mehrt&#228;gigen Liuhe Bafa-Seminars, das Sifu Menaged im <a href="http://www.taiji-duesseldorf.de">Tai Chi und Chi Gong Institut</a> in D&#252;sseldorf gab, bekam ich durch die freundliche Einladung des Institutleiters Detlef Klossow (nochmals besten Dank!) Gelegenheit, Nathan am 16. Juli d.J. zu interviewen sowie als Gast in der angenehmen Atmosph&#228;re dieser Schule auch am Unterricht teilzunehmen, in dessen Verlauf Nathan in seiner lockeren und humorvollen, aber nie unpr&#228;zisen Art daran ging, allen TeilnehmerInnen die Prinzipien seiner LHBF-Linie anhand verschiedener Anwendungsbeispiele zu verdeutlichen; sein Sch&#252;ler Paul assistierte ihm und &#8220;flog&#8221; dabei auch gelegentlich.<br />
<a href="http://www.taichicorner.net"><br />
</a><a href="http://www.taichicorner.net">Sifu Nathan Menaged</a> begann sein Studium der Kampfk&#252;nste 1976 mit dem Okinawa Goju Ryu-Karate unter Sensei (Meister) Robert Taiani und brachte es darin bis zum 3. Dan.</p>
<p>Im weiteren Verlauf seines Weges wandte sich Nathan Menaged dann den &#8220;inneren&#8221; Stilen (Neijia) zu und wurde Meistersch&#252;ler sowohl von <a href="http://www.williamccchen.com">William C.C. Chen,</a> Privatsch&#252;ler des bekannten <a href="http://de.youtube.com/watch?v=fs_611ZXXuA">Taijiquan-Gro&#223;meisters Cheng Man-Ching</a> (1900-1975) als auch von <a href="http://www.taiji-duesseldorf.de/_private/Meister%20Tao%20Pingsiang.htm">Dr. Tao Ping-Siang</a> (verstorben 2006), der Taijiquan ebenfalls von Professor Cheng Man-Ching erlernte und Liuhe Bafa direkt von Gro&#223;meister Wu Yi Hui.</p>
<p>Nathan, der &#252;ber mehr als 20 Jahre Unterrichtserfahrung verf&#252;gt, unterrichtet in seinen Liuhe Bafa-/Taijiquan-Seminaren und -Workshops, die er regelm&#228;&#223;ig in Frankreich, England und Spanien bzw. in Deutschland gibt, die Quintessenz dessen, was er bei seinen drei Lehrern studiert hat &#8211; William C.C. Chens Taiji-K&#246;rpermechanik, Dr. Taos einzigartige Kunst des Nachgebens und Robert Taianis Wertlegung auf Beh&#228;ndigkeit sowie des Einsch&#228;tzens einer Situation.<br />
<a href="http://de.youtube.com/watch?v=lIBQfv1BTlw&amp;feature=related"><br />
Eine kleine Demonstration seiner Liuhe Bafa-Form kann man hier anschauen.</a></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>FT: </strong>K&#246;nnen Sie mir bitte einen kurzen &#220;berblick &#252;ber Ihren Werdegang in den Kampfk&#252;nsten geben?</p>
<p><strong>NM: </strong>Ich begann 1976 mit dem Okinawa Goju Ryu-Karate. Das war meine erste Kampfkunst, die ich bis zum 3. Dan aus&#252;bte, aber dann wegen einer Verletzung aufgeben mu&#223;te. Mein Lehrer war Robert Taiani, ein sehr traditionsbewu&#223;ter Mann, der die Kampfkunst seit &#252;ber 40 Jahren erforscht und hinterfragt. Ich stehe noch heute mit ihm in Kontakt.</p>
<p>Nachdem die Verletzung ausgeheilt war, begann ich bei Meister William C.C.Chen mit dem Taijiquan, das war so um 1988, und im selben Jahr begegnete ich auch Meister Tao in Meister Chens Schule. Meister Chen und Meister Tao kannten sich von fr&#252;her her gut, sie lebten damals zur selben Zeit in Professor Cheng Man Chings Haus.</p>
<p>Meister Tao kam f&#252;r einige Seminare zu Meister Chen in dem Jahr, als ich dort anfing. Ich begleitete Meister Tao bei vielen Workshops in die verschiedensten St&#228;dte, aber es verging einige Zeit, bevor er LHBF unterrichtete. Seit 1988 folgte ich also Meister Tao, bis dieser 2006 verstarb, sowie bis heute Meister William C.C.Chen.</p>
<p><strong>FT: </strong>Wie sind Sie schlie&#223;lich zum LHBF gekommen?</p>
<p><a href="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2008/08/transit_lone_goose.gif" title="Transit_lone_goose.gif"><img src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2008/08/transit_lone_goose.thumbnail.gif" alt="Transit_lone_goose.gif" /></a><strong>NM: </strong>Nun, ich sah Meister Tao bei einer Vorf&#252;hrung, das war so um &#8217;88 oder &#8217;89, und als ich es sah, verliebte ich mich darin <em>(O-Ton: I fell in love with it &#8211; lacht)</em> und ich bat ihn um Unterricht. Er sagte, noch nicht jetzt, aber von diesem Moment hatte ich den Wunsch, es zu erlernen. Es war etwas, was mein Innerstes ber&#252;hrte und ich dachte, da&#223; es durch diesen Stil m&#246;glich ist, diesem Inneren Gestalt zu geben.</p>
<p><strong>FT: </strong>Sie sind sowohl Lehrer des Taijiquan als auch des LHBF. Wo sehen Sie &#196;hnlichkeiten bzw. die Unterschiede?</p>
<p><strong>NM: </strong>Meister Tao sagte, da&#223; LHBF Elemente von Taiji, Xingyi und Bagua enth&#228;lt &#8211; es stammt zwar nicht von diesen 3 Stilen ab, jedoch sind Prinzipien davon im LHBF zu finden.</p>
<p>Ich kennen nicht alle LHBF-Linien, aber mir wurde gesagt, da&#223; viele Lehrer das so machen, sie bringen unterschiedliche Dinge ein; z.B. gibt es <a href="http://de.youtube.com/watch?v=-pmEysrXoWY">Meister,</a> deren LHBF an Chen-Stil Taijiquan erinnert, es ist wundersch&#246;n, es ist deren Art, sich auszudr&#252;cken. Der Kern meines LHBF, eigentlich Meister Taos LHBF, ist Taijiquan, so wie er es lehrte &#8211; nat&#252;rlich auch mit Anteilen von Xingyi und Bagua. Diese Stile erlernte er vor dem Taijiquan, aber der Hauptaspekt ist das Nachgeben und Ausweichen <em>(yielding)</em>.</p>
<p>Also, das Herzst&#252;ck unserer Wasserform ist Taijiquan, so, wie wir es aus&#252;ben. Unser LHBF ist damit nicht besser als das anderer Linien, sondern einfach nur anders.</p>
<p><strong>FT: </strong>Es ist wirklich interessant, wie viele verschiedene Interpretationen es davon gibt. Ich sammele z.B. LHBF-Videoclips, die ich im Web recherchiere und es gibt so viele Unterschiede. <a href="http://de.youtube.com/watch?v=hKSHWJJCC58">Manche Linien erinnern mehr an Taijiquan, andere dagegen mehr an Xingyi oder Bagua.</a></p>
<p>Meine n&#228;chste Frage bezieht sich auf LHBF-spezifisches Neigong/Qigong und gibt es in Ihrer Linie au&#223;er der Hauptform auch zus&#228;tzliche &#220;bungen?</p>
<p><strong>NM: </strong>Wie Sie wissen, lernte Meister Tao das Liuhe Bafa um 1938 an der Nanjing Universit&#228;t direkt von Gro&#223;meister Wu Yi Hui &#8211; ich wei&#223; nat&#252;rlich nicht, was Dr. Tao da alles erlernte, da Wu Yi Hui individuell unterrichtete und damals auch viele andere ber&#252;hmte Meister des Xingyiquan und des Baguazhang dort waren.</p>
<p>Es war f&#252;r mich ein echter Gl&#252;cksfall, solch einen Lehrer zu haben. Meister Tao lebte lange Zeit in meinem Haus und unterrichtet auch meine Sohn in verschiedenen Dingen. Als ich ihn nach zus&#228;tzlichen &#220;bungen befragte, sagte er nur, trainiere einfach das, was ich dir zeige &#8211; alles was ich kann, ist darin enthalten. Wenn es also besondere &#220;bungen gibt, so sind sie nicht Bestandteil unserer Linie. F&#252;r mich liegt alles Essentielle in dem, was er mich lehrte. Alles, was du brauchst, liegt darin, sagte er.</p>
<p><a href="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2008/08/transit_push_boat.gif" title="Transit_push_boat.gif"><img src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2008/08/transit_push_boat.thumbnail.gif" alt="Transit_push_boat.gif" /></a><strong>FT: </strong>Wie war das, als Sie bei Dr. Tao LHBF erlernten? Wie unterrichtete er?</p>
<p><strong>NM: </strong>Zuerst unterrichtete er den &#8220;Umri&#223;&#8221;, sp&#228;ter dann die &#8220;inneren&#8221; Dinge. Man lernte also zuerst einige Bewegungen, &#252;bte sie, lernte weitere Bewegungen. Wenn ich ihn bat, diese zu wiederholen, f&#252;gte er einige neue Bewegungen dazu &#8211; deshalb fragte ich ihn nicht zu oft <em>(lacht)</em>.</p>
<p>Eine andere Sache waren die Anwendungen. Anfangs zeigte er nicht viele Anwendungen; er glaubte, da&#223; dadurch zuviele Einschr&#228;nkungen entstehen, weil sie die Sch&#252;ler nur auf blo&#223;e Techniken festlegen.</p>
<p><strong>FT: </strong>Sie nehmen meine n&#228;chste Frage vorweg.</p>
<p><strong>NM: </strong>Anwendungen bestimmter (Form-)Bewegungen, die sich in meinem Ged&#228;chtnis festsetzen, bedeutet f&#252;r mich, da&#223; ich nicht wirklich lebendig, frei agieren kann. Wenn jemand so kommt, mache ich dies und wenn jemand so kommt, mache ich das. Das ist starr. Aber was ist, wenn der Gegner st&#228;rker, langsamer, schneller oder aus anderen Winkeln angreift? Es entspricht nicht den 6 Harmonien, es mu&#223; frei sein.</p>
<p>Wenn ich ihn z.B. angriff, dann machte er einige Anwendungen, aber er sagte nicht, aus welchem Teil der Form sie waren. Sp&#228;ter, wenn ich alleine &#252;bte, kam ich dann von selbst darauf.</p>
<p><em><strong>Wird fortgesetzt!</strong></em></p>
<p><em>Erl&#228;uterungen zu den Bildern, von oben nach unten:</em></p>
<p>Bild 1 &#8211; Meister Nathan Menaged</p>
<p>Bild 2 &#8211; Transitbewegung von Bild 9 &#8220;Die einsame Wildgans l&#246;st sich vom Schwarm&#8221; zu Bild 10 &#8220;Das Wildpferd jagt dem Wind hinterher&#8221;</p>
<p>Bild 3 &#8211; Transitbewegung von Bild 17 &#8220;Das Boot mit der Str&#246;mung schieben&#8221; zu Bild 18 &#8220;Das zornige Pferd wendet den Kopf herum&#8221;</p>
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		<title>Interview mit Liuhe Bafa-Meister Thomas Choi</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Dec 2007 21:36:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>liuhe-bafa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Meister Thomas Choi begann seine Kampfkunstlaufbahn 1965 im Alter von 15 Jahren mit Nord-Shaolin Kung Fu. Im Jahr 1967 erlernte er Liuhe Bafa zun&#228;chst von Meister Li Chung und ab 1969 studierte er unter Gro&#223;meister Chan Yik Yan. Heute lebt und arbeitet Meister Thomas Choi als Gesch&#228;ftsmann in Hong Kong und unterrichtet Menschen, die Liuhe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2007/12/thomas_choi.jpg" alt="thomas_choi.jpg" /><em>Meister Thomas Choi begann seine Kampfkunstlaufbahn 1965 im Alter von 15 Jahren mit Nord-Shaolin Kung Fu. Im Jahr 1967 erlernte er Liuhe Bafa zun&#228;chst von Meister Li Chung und ab 1969 studierte er unter Gro&#223;meister Chan Yik Yan. Heute lebt und arbeitet Meister Thomas Choi als Gesch&#228;ftsmann in Hong Kong und unterrichtet Menschen, die Liuhe Bafa zu sch&#228;tzen wissen.</em></p>
<p>Das Interview f&#252;hrten Karl-Heinz Klug und Friedhelm Tippner im November 2007, &#252;bersetzt ins Deutsche und &#252;berarbeitet durch Friedhelm Tippner.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Um Sie unseren Lesern vorzustellen m&#246;chte ich unser Gespr&#228;ch zun&#228;chst mit der Frage nach Ihrer pers&#246;nlichen Kampfkunst-Geschichte er&#246;ffnen. Wie kamen Sie zum ersten Mal mit den Kampfk&#252;nsten in Ber&#252;hrung und aus welchem Grund entschieden Sie sich, Liuhe Bafa zu erlernen?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>1965, als ich 15 war, begann ich f&#252;r die folgenden 2 Jahre Nord-Shaolin Kung Fu zu erlernen, sp&#228;ter, 1967, wurde ich Mitglied in der sogenannten &#8220;HuaYu XiYi YuQuan&#8221;-Schule (das bedeutet &#8220;Weicher XiYi Kampfstil vom Berg Hua&#8221; *) in Hong Kong (f&#252;r 5,- HK$ Monatsbeitrag; sie wurde von der &#246;rtlichen Sozialgemeinschaft gesponsort, schauen Sie sich bitte Anhang A1 an). Der Hauptlehrer war Li Chung, assistiert von Lo Chi Wan und Poon Nai Chung. Erst sp&#228;ter erfuhr ich durch Meister Poon, den ich fast t&#228;glich &#8211; er wohnte ziemlich nahe meiner Wohnung &#8211; zum Privatunterricht (f&#252;r 15,- HK$ im Monat) aufsuchte, da&#223; der eigentliche Name Liuhe Bafa war.</p>
<p><em>*) Anmerkung des &#220;bersetzers: [Chen] XiYi war einer der anderen Namen des Chen Tuan, der als legend&#228;rer Begr&#252;nder des Liuhe Bafa gilt. Er soll ihm von Taizong, dem zweiten Herrscher (976 &#8211; 997) der n&#246;rdlichen Song-Dynastie (960 &#8211; 1127) verliehen worden sein und bedeutet: &#8220;</em><em>[Chen] </em><em>der Unergr&#252;ndliche&#8221;. Es w&#228;re also auch folgende &#220;bersetzung denkbar: &#8220;Weicher Kampfstil des </em><em>Unergr&#252;ndlichen</em><em> vom Berg Hua&#8221;.</em></p>
<p>Ich erlernte von meinen Lehrern die erste H&#228;lfte der 66 Bilder der Hauptform, doch der Unterricht wurde dar&#252;ber hinaus nie weitergef&#252;hrt in den zweiten Teil; Meister Poon sagte mir, da&#223; er beabsichtigte, mich seinem Lehrer, Gro&#223;meister Chan Yik Yan, vorzustellen, um den zweiten Teil eines Tages fortf&#252;hren zu k&#246;nnen, denn sie hatten von ihm nur den ersten Teil der Form gelernt, aber diese Begegnung kam nicht zustande. Der Unterricht dauerte 2 Jahre und ich &#252;bte stetig den ersten Teil sowie stehendes Qigong. Ich habe zwar keine Erfahrungen mit Sparring, aber seitdem kann mein K&#246;rper starken Schl&#228;gen in den Bauch widerstehen.</p>
<p><img src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2007/12/lhbf_29_breeze_sweeps_away_the_leaves.thumbnail.jpg" alt="lhbf_29_breeze_sweeps_away_the_leaves.jpg" />Der 25. Juli 1969 war ein gro&#223;er Tag f&#252;r mich, denn einer meiner Onkel, Herr Yip, brachte mich zum Freund seines Freundes &#8211; Gro&#223;meister Chan Yik Yan. Er forderte mich auf ihm zu zeigen, was ich bisher gelernt hatte, aber dann lehnte er es ab, mich als seinen Sch&#252;ler anzunehmen, denn er bef&#252;rchtete, da&#223; die Leute behaupten w&#252;rden, er ziehe von Li Chung die Sch&#252;ler ab. Ich flehte ihn unter Tr&#228;nen an und gl&#252;cklicherweise bat auch Gro&#223;meister Chans Frau, mich zu akzeptieren; selbstverst&#228;ndlich half Herr Yip ebenfalls. (Zu Ihrer Information &#8211; das Lehrgeld betrug 50,- HK$ monatlich f&#252;r zweimal die Woche Abendunterricht; zu dieser Zeit betrug das Monatsgehalt eines Polizisten unter 400 HK$. Mein Vater &#252;bernahm alle Ausgaben, ich war damals Student.)</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Es hei&#223;t, da&#223; Gro&#223;meister Chan Yik Yan der erste Nachfolger von Gro&#223;meister Wu Yi Hui war und wie Sie vorher erw&#228;hnten, haben Sie direkt von Gro&#223;meister Chan Yik Yan gelernt. K&#246;nnen Sie uns einige Eindr&#252;cke der Art und Weise vermitteln, wie Gro&#223;meister Chan Yik Yan Sie und die anderen Sch&#252;ler unterrichtete?</p>
<p><img src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2007/12/11_bild_60.thumbnail.jpg" alt="11_bild_60.jpg" /><strong>ANTWORT: </strong>Gro&#223;meister Chan Yik Yan unterrichtete &#252;berwiegend die 66 Bilder der Hauptform &#8211; jede Bewegung sehr detailliert, die Schrittarbeit, wie die Anwendungen auszuf&#252;hren waren sowie die geistige Einstellung und den Gesichtssinn etc. Gut war, da&#223; viele unserer Senior-Sch&#252;ler wie Lung Wah, Chow Tim, Wai Lun Choi ausgezeichnete Kenntnisse der Kampfk&#252;nste hatten; sie stellten viele Fragen und Gro&#223;meister Chan Yik Yan zeigte bzw. erkl&#228;rte uns die Techniken und die geistige Einstellung &#8211; ich hielt alles nach dem Unterricht in meinem Tagebuch fest.</p>
<p>Er unterrichtete auch einige der Sch&#252;ler individuell. Einmal zeigte er uns im kleinen Kreis die Hauptform, seine H&#228;nde schienen wie von Gummib&#228;ndern gef&#252;hrt, der ganze K&#246;rper bewegte sich wie von einem Magneten angezogen und sein Hemd war nach nur sehr wenigen Bewegungen durchn&#228;&#223;t wie nach einem Regenschauer. W&#228;hrend des Unterrichts wurden viele unserer Fragen gew&#246;hnlich damit er&#246;ffnet, da&#223; wir nach ihm zu schlagen oder zu treten hatten (nicht Push Hands) und die Antwort war eine kleine Bewegung von ihm &#8211; er ber&#252;hrte uns am Kopf oder am K&#246;rper im Bruchteil einer Sekunde (eine Sekunde erschien ihm ziemlich lang), anschlie&#223;end zeigte er uns alles langsam mit Erl&#228;uterungen und in vielen verschiedenen Ausf&#252;hrungen.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>K&#246;nnen Sie uns einige Anekdoten aus dem Leben und Lehren von Gro&#223;meister Chan Yik erz&#228;hlen?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Unsere Schule war auf dem Dach des 9. Stockwerks eines Geb&#228;udes im Stadtteil Wan Chai gelegen, dort unterrichtete er uns unter offenem Himmel; Gro&#223;meister Chan, seine Frau und ihr Hund hatten da auch ihre Wohnung. Soweit ich mich erinnere, spielte er gerne Majong (ein traditionelles chinesiches Spiel mit 4 Teilnehmern) und schaute sich Boxk&#228;mpfe im Fernsehen an; Muhammad Ali war zu dieser Zeit einer seiner favorisierten Boxer.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Wie w&#252;rden Sie die Unterschiede zwischen Gro&#223;meister Chan Yik Yans und Meister John Chung Lis Liuhe Bafa beschreiben?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Gro&#223;meister Chan Yik Yan zeigte wesentlich mehr von den Anwendungen des Liuhe Bafa mit allen Arten von M&#246;glichkeiten, wie man einem Gegner begegnen sollte und er legte stets gro&#223;en Wert darauf, da&#223; Selbstvertrauen/Ausgeglichenheit eines der wichtigsten Dinge dabei ist. Meister John Chung Li unterrichtete die Bewegungen ebenfalls sehr detailliert, aber er legte mehr Wert auf den Aspekt der Gesundheitserhaltung. Ich denke, da&#223; die meisten unserer Mitsch&#252;ler der Klasse aus eben diesen Gr&#252;nden wie sie im Anhang A1 aufgelistet sind, beitraten. Es ist nur zum Zwecke einer guten Gesundheit, daher hatten die meisten Sch&#252;ler auch keine Kampfkunsterfahrung.</p>
<p>Meister John Chung Li war ein guter Lehrer und obendrein ein sehr netter Mensch. Zu schade, da&#223; beide alten Meister untereinander Probleme hatten und sich aus dem Weg gingen, doch niemals h&#246;rte ich einen von ihnen vor uns schlecht &#252;ber den anderen reden.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Wenn Gro&#223;meister Chan Yik Yan die Anwendungen zeigte &#8211; waren es Beispiele, die sich 1:1 am Bewegungsablauf der Form orientierten oder Anwendungen der Prinzipien dieser Bewegungen. Ich frage deshalb weil mir beigebracht wurde, das die Inneren Kampfk&#252;nste prinzipienbasiert sind und nicht auf Techniken beruhen.<br />
<strong><br />
ANTWORT: </strong>Gro&#223;meister Chan Yik Yan demonstrierte bei den Anwendungen sowohl die exakten Bewegungsabl&#228;ufe der Form als auch deren immanente Prinzipien. Die Techniken sind am Anfang sehr wichtig; erst dann, wenn Sie ein tieferes Verst&#228;ndnis f&#252;r die Techniken entwickelt haben, k&#246;nnen Sie &#252;ber die Prinzipien sprechen. Ich wei&#223;, da&#223; einige der Inneren Kampfk&#252;nste die &#8220;Mentale Vorstellung&#8221;, aber keine Formen trainieren, aber Liuhe Bafa sollte beides beinhalten.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Wie lief denn damals so ein Unterricht normalerweise ab? Benutzten Sie Hilfsmittel (Gewichte z.B.), gab es Liuhe Bafa-spezifische Partner&#252;bungen oder etwas, was man mit dem Tui Shou des Taijiquan vergleichen k&#246;nnte?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Wenn wir in der Schule ankamen &#252;bten wir die bisher erlernte Form; die &#228;lteren Sch&#252;ler wie Wai Lun Choi assistierten Gro&#223;meister Chan Yik Yan dabei, uns zu korrigieren bzw. uns mehr der Feinheiten zu erkl&#228;ren. Sp&#228;ter dann begannen wir, neue Bewegungen zu erlernen und blieben, bis es sehr sp&#228;t war.</p>
<p>Partner&#252;bungen gab es erst nach einer sehr langen Lehrzeit, sie sind sehr verschieden vom Tui Shou des Taijiquan, und die &#220;bungen mit der Holzkugel wurden nach der Schule zuhause gemacht.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>K&#246;nnen Sie etwas zu den Liuhe Bafa-spezifischen Partner&#252;bungen erl&#228;utern?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Bei 2-Personen-&#220;bungen standen wir uns gegen&#252;ber, die Handr&#252;cken bei gleicher K&#246;rperseite aneinandergelegt. Wenn ich dann einen Fauststo&#223; &#252;ber die Mittellinie in Richtung der Nase meines Gegen&#252;bers machte, so spiralte er seine Hand hoch und in einem kleinen Kreis herunter um meine Faust abzufangen bzw. herunterzudr&#252;cken; seine andere Hand hielt er zum Schutz in der Ellbogenposition, vergleichbar den Er&#246;ffnungsbewegungen der Liuhe Bafa-Hauptform. Dann wurden die Seiten gewechselt und so weiter und so fort. Das Grundprinzip ist ziemlich &#228;hnlich dem der &#220;bung mit der h&#246;lzernen Kugel.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Machten Sie damals auch Sparring oder Freikampf-Training?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Ich NICHT.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Ist das Abh&#228;rten des K&#246;rpers Bestandteil Ihres Liuhe Bafa-Trainingsprogramms? Falls ja, welche &#220;bungen machen Sie?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Es gibt kein eigenes Programm, um den K&#246;rper abzuh&#228;rten, nur regelm&#228;&#223;iges &#220;ben der Form mit zus&#228;tzlicher stehender Meditation/Qigong.</p>
<p><img src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2007/12/lhbf-ball-1.thumbnail.jpg" alt="lhbf-ball-1.jpg" /><strong>FRAGE: </strong>Was hat es eigentlich mit den &#220;bungen mit einer (h&#246;lzernen?) Kugel auf einem Tisch auf sich?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Klingt sehr einfach, die Holzkugel wird mit der Hand gerollt, w&#228;hrend die Bewegung aus dem ganzen K&#246;rper kommt.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Soweit ich wei&#223; wird oft behauptet, da&#223; es im urspr&#252;nglichen Liuhe Bafa keine Waffen bzw. Waffenformen gibt. &#220;bten Sie mit Waffen und falls ja, welche waren es?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Ich selbst lernte keinerlei Waffen, aber einige meiner Mitsch&#252;ler k&#246;nnten es schon.</p>
<p><img src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2008/02/lhbf_20_water_falls_from_high_mountains.thumbnail.jpg" alt="lhbf_20_water_falls_from_high_mountains.jpg" /><strong>FRAGE: </strong>Viele Lehrer unterrichten ausschlie&#223;lich die lange Form. Gibt es in Ihrer Liuhe Bafa-Linie auch nur die lange Form oder existieren noch zus&#228;tzliche Formen oder &#220;bungen wie z.B. ein spezielles Qigong?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Ich erlernte nur die 66 Bilder der Hauptform und Qigong, Partner&#252;bungen sowie zus&#228;tzlich &#220;bungen mit der Holzkugel. Es gibt noch viele kurze Formen von Gro&#223;meister Chan Yik Yan, doch f&#252;r mich ist die 66er Hauptform schon fast zuviel.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Woher stammen diese zus&#228;tzlichen Formen? Sie sind nicht in Wu Yi Huis Buch erw&#228;hnt. Ich h&#246;rte dar&#252;ber verschiedene Theorien. Eine davon ist, das sie sp&#228;ter hinzugef&#252;gt wurden, um den Sch&#252;lern das Erlernen bzw. das Verst&#228;ndnis der langen Form zu erleichtern.</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Als ich nach vielen Jahren r&#252;ckblickend nochmals die kurzen Formen &#252;berdachte stellte ich fest, da&#223; die meisten Bewegungen auch in der 66er Hauptform enthalten sind. Die kurzen Formen m&#246;gen gut sein f&#252;r Sch&#252;ler, die nur an einem kurzem Lehrgang teilnehmen.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Mir wurde gesagt, da&#223; im Liuhe Bafa die Anwendung des &#8220;Yi&#8221; h&#246;her gesch&#228;tzt wird als die des &#8220;Qi&#8221;. Wie denken Sie dar&#252;ber?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Ist das Yi da-und-da, so ist auch das Qi dort. Nach meinem Verst&#228;ndnis ist Yi = Vorstellung oder Absicht, Qi = Energie oder ein magnetisches Feld.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Um noch einmal auf das &#8220;Yi&#8221; zur&#252;ckzukommen &#8211; es wird ja gesagt, da&#223; das Yi das Qi f&#252;hrt und das Qi f&#252;hrt seinerseits die Gliedma&#223;en. Gibt es dazu mehr zu sagen? Wie praktizieren bzw. &#252;bten Sie das &#8220;Yi&#8221; im Liuhe Bafa?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Liuhe Bafa legt Wert darauf, nicht mit Gewalt oder Kraft zu arbeiten; dies bedeutet, das sich der ganze K&#246;rper in einem entspannten Status befinden soll. Dann ist es leicht, da&#223; das Yi (Vorstellung) und das Qi (Energie) die Bewegung der Gliedma&#223;en lenkt. Das vergr&#246;&#223;ert auch von Tag zu Tag unsere verborgene Energie.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Es hei&#223;t, das Chen Bo, der legend&#228;re Begr&#252;nder des Liuhe Bafa, erfahren war in einer speziellen Form der Traum-Meditation bzw. des Traum-Qigong. Verf&#252;gte Gro&#223;meister Chan Yik Yan &#252;ber Kenntnisse davon bzw. unterrichtete er dies auch? Es ist sehr schwierig, dar&#252;ber &#252;berhaupt Informationen zu finden.</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Ich kann mich nicht erinnern, da&#223; Gro&#223;meister Chan Yik Yan das jemals erw&#228;hnte, aber die sogenannte Traum-Meditation ist eher eine Qigong-Form, die man liegend im Bett aus&#252;bt und gut geeignet ist f&#252;r sehr alte oder geschw&#228;chte Menschen. Es gibt dar&#252;ber ein bebildertes Buch, doch die Voraussetzungen gelten nicht f&#252;r mich; ich kann Ihnen aber, falls erw&#252;nscht, eine Kopie senden.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Die Hauptform besteht aus zwei Abschnitten und ich h&#246;rte davon, da&#223; einige Liuhe Bafa-Lehrer ihren Sch&#252;lern empfehlen, diese beiden Teile gesondert voneinander zu &#252;ben. Wie denken Sie dar&#252;ber?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Wir &#252;bten sie verbunden, die erste H&#228;lfte sehr langsam und die zweite in schnellem Tempo. Es ist schon in Ordnung, die beiden Abschnitte gesondert zu &#252;ben. Manchmal, wenn die Zeit es nicht zul&#228;&#223;t, trainiere ich nur den ersten Teil.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Wie ist Ihr Standpunkt zu der Behauptung, da&#223; Liuhe Bafa eine Kombination dreier anderer innerer Stile, n&#228;mlich Taiji, Xingyi und Bagua ist und/oder einige oder all&#8217; deren Prinzipien enth&#228;lt und falls dies stimmt, warum ist das so?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Pers&#246;nlich glaube ich, da&#223; bei weit &#252;ber 700 Bewegungen in den 66 Bildern der Hauptform viele Bewegungen mit Taiji, Xingyi oder Bagua verglichen werden k&#246;nnen. Denn alle unsere gro&#223;en Meister waren Menschen und das begrenzt den k&#246;rperlichen Bewegungsspielraum in gewisser Weise; deshalb sind &#196;hnlichkeiten nur nat&#252;rlich.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Was macht Ihrer Meinung nach Liuhe Bafa verschieden von anderen Inneren Stilen? Was ist das ganz Spezielle, das Einzigartige des Liuhe Bafa und wo kann man es finden?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Es ist ein fortgeschrittenes Fach in den Inneren Kampfk&#252;nsten; es ist schon schwierig genug, eine so lange Form im Ged&#228;chtnis zu behalten, dazu noch das komplette physische und mentale Training. Ich bin sicher, da&#223; es viele gute Liuhe Bafa-Lehrer auf der Welt gibt, obgleich ich den meisten bisher noch nicht begegnet bin. Was professionelle Lehrer betrifft, so sch&#228;tze ich pers&#246;nlich meine Mitsch&#252;ler wie Wai Lun Choi aus Chikago, der sich aber mittlerweile zur Ruhe gesetzt hat und Kam Tung, der in Hong Kong lehrt sowie Paul Roberts, einen jungen Mann, der in Japan unterrichtet und sicher einmal ein gro&#223;er Meister werden wird, weil er seine gesamte Kraft dem Liuhe Bafa widmet.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Was glauben Sie ist die Quintessenz des Liuhe Bafa?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Liuhe Bafa h&#228;lt dich gesund, ist ausgezeichnet geeignet zur Selbstverteidigung, st&#228;rkt dein Selbstvertrauen auf und macht dich zu einem mutigen Menschen, der allen Arten von Schwierigkeiten trotzen kann.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Was ist Ihrer Ansicht nach der Grund daf&#252;r, da&#223; die heutigen Liuhe Bafa-Schulen zwar alle von der selben Quelle abstammen, aber zum Teil sehr unterschiedliche Auffassungen dar&#252;ber haben, was die Ausf&#252;hrung der Hauptform betrifft?</p>
<p><img src="http://liuhe-bafa.ma-blog.de/files/2007/12/lhbf_14_green_dragon_stretches_its_claws.thumbnail.jpg" alt="lhbf_14_green_dragon_stretches_its_claws.jpg" /><strong>ANTWORT: </strong>Da alle Schulen mit Stolz verk&#252;nden, da&#223; Wu Yi Hui unser Gro&#223;meister war, ist es nicht n&#246;tig, dar&#252;ber weitere Worte zu verlieren. Wir nehmen gerne als Beispiel, da&#223; die Liuhe Bafa-Hauptform der chinesischen Schrift gleicht &#8211; jeder Mensch hat eine ihm eigene Handschrift, es gibt sehr unterschiedliche Schreibweisen, aber die Bedeutung der Zeichen ist dennoch die selbe. Da&#223; teilweise sehr unterschiedliche Auffassungen der Hauptform existieren ist kein gro&#223;es Problem &#8211; sehen Sie, im Taiji gibt es so viele unterschiedliche Stile, aber alle sind gro&#223;artig.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Haben Sie jemals etwas von der Geschichte bzw. der &#220;bertragungslinie des Liuhe Bafa aus der Zeitspanne vor Gro&#223;meister Wu Yi Hui und dessen Lehrern geh&#246;rt?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Wir lernten aus den Erz&#228;hlungen von Gro&#223;meister Wu, nichts weiter.</p>
<p><strong>FRAGE: </strong>Zu guter Letzt &#8211; w&#252;rden Sie uns einen Rat geben, auf was wir als ernsthafte Liuhe Bafa-Praktizierende beim &#220;ben und in der Theorie besonders achten sollten?</p>
<p><strong>ANTWORT: </strong>Es gibt viele Auslegungen der chinesischen Schriftzeichen Yi/Qi &#8230; Geist/Leere &#8230;, machen Sie es nicht zu kompliziert, nur konzentrieren, entspannen und &#252;ben Sie stetig Tag f&#252;r Tag; dann, nach einer Weile, besch&#228;ftigen Sie sich mit dem 5-W&#246;rter-Buch *), Sie werden dessen Bedeutung ebenso von Tag zu Tag besser verstehen. &#220;ben ist GOLD!</p>
<p><em>*) Anmerkung des &#220;bersetzers: Liuhe Bafa 5 W&#246;rter [= Schriftzeichen] Geheimnisse &#8211; ein Text, der in 134 Zeilen mit je 5 Schriftzeichen die Prinzipien und die Quintessenz des Systems enth&#228;lt; als Autor gilt Li Dongfeng.</em></p>
<p><strong>Herzlichen Dank f&#252;r Ihre Zeit und Geduld, alle diese Fragen zu beantworten.</strong></p>
<p>Ich danke Ihnen ebenfalls!</p>
<p><em>Erl&#228;uterungen zu den Bilder, von oben nach unten:</em></p>
<p>Bild 1 &#8211; Meister Thomas Choi, Hong Kong<br />
Bild 2 &#8211; Meister Thomas Choi mit Bild 29 der LHBF-Hauptform,<br />
&#8220;breeze sweeps away the leaves&#8221;<br />
Bild 3 &#8211; Gro&#223;meister Chan Yik Yan mit Bild 60 der LHBF-Hauptform,<br />
&#8220;boy embraces a zither&#8221;<br />
Bild 4 &#8211; &#220;bungen mit der Holzkugel<br />
Bild 5 &#8211; Meister Thomas Choi mit Bild 20 der LHBF-Hauptform,<br />
&#8220;water falls from high mountains&#8221;<br />
Bild 6 &#8211; Meister Thomas Choi mit Bild 14 der LHBF-Hauptform,<br />
&#8220;green dragon stretches its claws&#8221;</p>
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