Y-Day 2011 (12. bis 14. August) – eine Nachlese
Dienstag, 16. August 2011 9:53
Der Y-Day ist ein nicht-kommerzielles Open Air-Sommercamp, welches von Sonja und Martin Bergermann auf der Rheinwiese bei Remagen-Rolandswerth nun schon zum sechsten Mal veranstaltet wurde und mittlerweile unter Kampfsportlern der unterschiedlichsten Richtungen (berechtigterweise!) Kultstatus genießt.
Zahlreiche ReferentInnen stellen über die drei Tage nach einem festgelegten Stundenplan in Mini-Workshops ihre Stile vor, den TeilnehmerInnen ist es freigestellt an so vielen Einheiten mitzumachen, wie er/sie will bzw. verkraften kann.
Diesjährig standen z.B. Individual Combat System, Bujinkan Budo Taijutsu, Street Combatives, Kampfringen alter Schule, 10th Planet Brazilian Jiu Jitsu, Modern Arnis, Jeet Kune Do, Systema, Bartitsu, Halbes Schwert, Langes Schwert nach Liechtenauer, Kickboxen, S.P.E.A.R., Yoga und erstmalig Liuhe Bafa auf dem Stundenplan.
Durch die Vermittlung über Thomas Stoeppler (Danke, Thomas!), der einigen von Euch noch bestens bekannt sein dürfte, wurde ich also eingeladen, dort mein Debüt als Referent zu geben. Barbara und ich waren natürlich sehr gespannt, Sonja und Martin, mit denen ich im Vorfeld in E-Mailkontakt stand, endlich persönlich kennenzulernen; leider konnten wir aus diversen Gründen nur am Samstag teilnehmen.
Sonja und Martin sind ein herzliches, freundliches Paar, das uns auf Anhieb sympathisch war. Martin überreichte mir gleich nach der Ankunft am Vormittag eine “personalisierte” Flasche Referentenbier, ein Y-Day T-Shirt sowie das Y-Day Survival Kit, bestehend aus vielen, aber nützlichen Kleinigkeiten, die man halt bei so einer Open Air-Veranstaltung gebrauchen kann.
Am Nachmittag hatte ich dann meinen Workshop und war angenehm überrascht über die zahlreichen TeilnehmerInnen, die alle – wie ich annehmen möchte – erstmalig mit Liuhe Bafa in Kontakt kamen. Wir trainierten einige Basics wie Spiralkraft, die “Aufsteigende Welle” sowie ein paar Yi-Übungen und ich fühlte mich unter den interessierten und engagierten KampfsportlerInnen gleich wohl. Wir hatten Spaß, alle waren gut drauf und die allgemeine Atmosphäre war prima, was man vom schwül-regnerischen und überwiegend bedeckten Wetter leider nicht ganz so behaupten konnte. Aber das kratzte die Jungs und Mädels überhaupt nicht, mochte der Schweiß auch noch so reichlich fließen: Das kann bei einer Open Air-Veranstaltung schon mal vorkommen und Y-Day’ler sind schließlich nicht aus Zucker. Allerdings galt dies nicht für meine Kamera – die zickte ziemlich rum, viele Bilder sind einfach nichts geworden und obendies machte der Akku weit vor der Zeit schlapp. Immerhin konnten wir wenigstens ein paar Bilder mitbringen. Schade war außerdem, daß nur Rainer als einziger Teilnehmer “von uns” dabei war – Ihr habt da echt was verpaßt. Ihr solltet ernsthaft für 2012 einen Besuch erwägen, es lohnt sich!
Nach mir war noch “unser” Christian mit Escrima dran und dann wurde gegrillt, gelacht, palavert und das eine oder andere wohlverdiente Bierchen getrunken.
Ich hoffe, daß es den TeilnehmerInnen so viel Freude wie uns gemacht hat und vielleicht gibt es ja im nächsten Jahr ein Wiedersehen … Barbara und ich mußten leider, wie immer viel zu früh, unseren reizenden Gastgebern Adieu sagen – Danke für alles, Sonja und Martin!
P.S.: Hier noch der erste Clip vom Y-Day
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